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DIE BOTSCHAFT
VON DER BARMHERZIGKEIT GOTTES

Herr Jesus vertraute der Heiligen Faustina, einer grenzenlos auf Gott vertrauenden, polnischen Ordensschwester aus dem Orden der Muttergottes der Barmherzigkeit eine große Mission an
- die an die ganze Welt gerichtete Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes.

Ihre Aufgabe war das Verkündigen der neuen Gebete und der Verehrungsformen der Barmherzigkeit Gottes an die Menschheit. Sie sollen an die vergessene Glaubenswahrheit über die barmherzige Liebe Gottes zu jedem Menschen erinnern. In der verkündigten Botschaft offenbart sich der barmherzige Gott in Jesus Christus, dem Erlöser, als Vater der Liebe und der Barmherzigkeit, besonders gegenüber den unglücklichen, irrenden und sündigen Menschen.

Heilige Schwester Maria Faustina Kowalska
(1905-1938)

"Du bist die Sekretärin Meiner Barmherzigkeit.
Ich habe dich für dieses Amt in diesem und im künftigen Leben erwählt"
(Tagebuch, 1605).

"Deine Aufgabe ist es, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen,
die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost
und bekommen Mut, sich Mir zu nähern" (Tagebuch, 1693).

"Heute sende ich dich zur ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die leidende Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an Mein barmherziges Herz drücken (...). Vor dem Tage der Gerechtigkeit sende Ich den Tag der Barmherzigkeit" (Tagebuch, 1588).

Der Erlöser will, dass die ganze Welt die neuen Formen der Verehrung der Barmherzigkeit
Gottes und die damit verbundenen Versprechen kennenlernt. Er versprach sie zu erfüllen,
unter der Bedingung, dass wir auf die Güte Gottes vertrauen und Barmherzigkeit dem Nächsten gegenüber üben.

"Ich habe Mein Herz als lebendige Quelle der Barmherzigkeit geöffnet; mögen alle Seelen aus ihm Leben schöpfen; mögen alle Seelen dem Meer der Barmherzigkeit mit großem Vertrauen nahen. Die Sünder werden Rechtfertigung erfahren und die Gerechten Festigung im Guten" (Tagebuch, 1520).

"Sowohl der Sünder als auch der Gerechte benötigt Meine Barmherzigkeit.
Die Bekehrung, wie auch das Ausharren in ihr, ist die Gnade Meiner Barmherzigkeit"
(Tagebuch, 1577).

"Aus Meiner Barmherzigkeit schöpft man Gnaden mit nur einem Gefäß - und das ist das Vertrauen. Je mehr eine Seele vertraut, umso mehr bekommt sie" (Tagebuch, 1578). (siehe Vertrauen - Priester Sopocko)




NEUE VEREHRUNGSFORMEN
DER BARMHERZIGKEIT GOTTES


DAS BILD VOM BARMHERZIGEN JESUS

Am 22. Februar 1931 offenbarte sich der Herr Jesus der Schwester Faustina in der Klosterzelle
in Plock (Polen) und ließ sie ein Bild malen nach dem Vorbild, das sie in einer Vision bekamm.

"Male ein Bild, nach dem, was du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt. Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, schon hier auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde die [Seele] verteidigen wie meine Ehre. (...) Ich wünsche ein Fest der Barmherzigkeit. Ich will, dass das Bild, welches du mit dem Pinsel malen wirst, am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit werden. Ich wünsche, daß die Priester Meine große Barmherzigkeit gegenüber sündigen Seelen verkünden sollen" (Tagebuch, 47-49).

"Durch dieses Bild werde ich viele Gnaden erteilen
und dadurch hat jede Seele den Zugang zu Mir" (Tagebuch, 570).




DAS FEST DER BARMHERZIGKEIT

"Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird und besonders für arme Sünder (...) Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähert. Die Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommene Vergebung der Schulden und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch sie fließen die Gnaden. Keine Seele soll Angst haben, sich Mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären" (Tagebuch, 699).

"Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren würde - nicht so ist es bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollauf"
(Tagebuch, 1448).




DER ROSENKRANZ ZUR BARMHERZIGKEIT GOTTES

Den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes diktierte Jesus der Schwester Faustina in Vilnius (Litauen) am 13. und 14. September 1935 als Gebet zur Besänftigung von Gottes Zorn und zur
Sühne für unsere Sünden und die der ganzen Welt.

"O, welch große Gnaden werde Ich den Seelen verleihen, die diesen Rosenkranz beten werden" (Tagebuch, 848)

"Durch das Gebet erbittest du alles, wenn das, worum du bittest, mit Meinem Willen übereinstimmt" (Tagebuch, 1731).

"Bete unablässig diesen Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde Meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Auch dem verstocktesten Sünder, falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird die Gnade aus Meiner unendlichen Barmherzigkeit zugeteilt" (Tagebuch, 687).

"Mir gefällt es, ihnen dank des Rosenkranzgebetes alles zu schenken, worum sie Mich bitten. Die Seelen verstockter Sünder werde Ich mit Frieden erfüllen, wenn sie dieses Gebet beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich sein. Schreibe für die betrübten Seelen: Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen in die Arme Meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutter (...) sag, dass keine einzige Seele, die Meine Barmherzigkeit anrief, enttäuscht oder beschämt worden ist. Zu der Seele, die Meiner Güte vertraut hat, habe Ich besonderes Wohlgefallen. Schreibe, wenn dieses Rosenkranzgebet zudr Barmherzigkeit bei Sterbenden gebetet wird, werde Ich zwischen Meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter Richter, sondern als Barmherziger Erlöser stehen" (Tagebuch, 1541).

"Jede Seele, die dieses Rosenkranzgebet betet, verteidige ich in der Stunde des Todes wie Meine Ehre. (...) Wenn dieses Gebet bei Sterbenden gebetet wird, besänftigt sich der Zorn Gottes und unergründliche Barmherzigkeit umfängt die Seele"
(Tagebuch, 811).

Dieses Gebet betet man auf dem Rosenkranz. Am Anfang:
"Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn. Empfangen durch den Hl. Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, er sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Hl. Geist, die Hl. katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Große Perlen (1 x):  Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut,
die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die der ganzen Welt.

Kleine Perlen (10 x): Durch Sein schmerzvolles Leiden habe Erbarmen mit uns
und mit der ganzen Welt.

Zum Schluss (3 x): Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt" (Tagebuch, 476).




DIE STUNDE DER BARMHERZIGKEIT

Im Oktober 1937 in Krakau (Polen) empfahl Jesus, die Stunde seines Todes zu ehren, und sich
im Gebet durch mindestens eine kurze Weile auf den Wert und die Verdienste seines Leidens
zu berufen.

"Ich erinnere dich daran, daß du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in Meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichend und preisend. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt (...) In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit (...) bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten. Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarsakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für Meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf" (Tagebuch, 1572).

"Die Quelle Meiner Barmherzigkeit ist mit der Lanze am Kreuz für alle Seelen weit geöffnet worden. Ich habe niemanden ausgeschlossen" (Tagebuch, 1182).




DIE VERBREITUNG DER VEREHRUNG DER BARMHERZIGKEIT GOTTES

"Barmherzigkeit sollst du immer überall deinen Nächsten erweisen, du kannst dich davor weder drücken, noch ausreden oder entschuldigen. Ich gebe dir drei Möglichkeiten, dem Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: Erstens - die Tat; zweitens - das Wort; drittens - das Gebet. In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten; sie ist ein unumstößlicher Beweis der Liebe zu Mir. So preist und verehrt die Seele Meine Barmherzigkeit" (Tagebuch, 742).

"...Schreibe das für viele Seelen auf, die sich manchmal grämen, weil sie keine materiellen Güter besitzen, durch die sie Barmherzigkeit ausüben könnten. Einen größeren Wert hat die Barmherzigkeit des Geistes, für die man weder eine Erlaubnis haben, noch einen Speicher besitzen muss, sie ist allen Seelen zugänglich. Wenn die Seele nicht in irgendeiner Weise Barmherzigkeit übt, wird sie am Tage des Gerichts Meine Barmherzigkeit nicht erfahren" (Tagebuch, 1317).

"...tue was in deiner Macht steht, um die Anbetung Meiner Barmherzigkeit auszubreiten. Was dir fehlt, werde Ich ergänzen. Sage der leidenden Menschheit, sie möge sich an Mein barmherziges Herz schmiegen und Ich will sie mit Frieden erfüllen. (...) Wenn sich Mir eine Seele mit Vertrauen naht, erfülle Ich sie mit so gewaltiger Gnade, daß sie diese Gnade in sich selbst nicht fassen kann und sie auf andere Seelen ausstrahlen wird. Seelen, die den Ruhm Meiner Barmherzigkeit verbreiten, beschütze Ich ihr ganze Leben lang, wie eine zärtliche Mutter ihren Säugling beschützt..." (Tagebuch, 1075).

"Den Priestern, die Meine Barmherzigkeit künden und rühmen werden, gebe Ich eine sonderbare Macht, salbe ihre Worte und bewege die Herzen derer, zu denen sie sprechen werden" (Tagebuch, 1521).




DIE NEUE ORDENSGEMEINSCHAFT

Die Schwester Faustina nahm die Mühe auf sich, Gottes Plan zu entdecken, was die Gründung
eines neuen Ordens betraf. Für diese Intention hat sie Gott viele Gebete und Leiden dargebracht. Sie hat im Juni 1935 in Vilnius (Litauen) geschrieben:

"Gott verlangt eine solche Ordensgemeinschaft, damit sie die Barmherzigkeit Gottes
in der Welt verkündet und für die Welt erbittet" (Tagebuch, 436).

"Ich wünsche, dass eine solche Ordensgemeinschaft besteht" (Tagebuch, 437).

"Ich sah das Kloster des neuen Ordens: ausgedehnte, große Räume. Ich besichtigte alle Gegenstände nacheinander. Ich sah, daß Gottes Vorsehung das Notwendige besorgt hat. (...) Während der heiligen Messe kam eine Erleuchtung zu mir und eine tiefe Erkenntnis (bezüglich) des gesamten Werkes und in meiner Seele blieb kein Schatten des Zweifels. Der Herr gab mir Seinen Willen wie in drei Anflügen zu erkennen, aber alles ist eins.
Der erste: die von der Welt abgeschiedenen Seelen werden als Opfer vor Gottes Thron brennen und die Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt erbitten... Sie werden um Segen für die Priester bitten und durch ihr Gebet die Welt auf die endgültige Wiederkunft Jesu vorbereiten.
Der zweite: Gebete verbunden mit der barmherzigen Tat. Sie werden insbesondere die Seele des Kindes vor dem Bösen schützen. Das Gebet und die barmherzige Tat enthalten in sich alles, was diese Seelen tun sollen (...). In der egoistischen Welt werden sie sich bemühen, die Liebe zu erwecken - die Barmherzigkeit Gottes.
Der dritte: Gebet und barmherzige Tat, die nicht mit dem Gelübde verbunden sind; ihre Ausführung gibt jedem Anteil an allen Verdiensten des Ganzen. Diesem Anflug können alle in der Welt lebenden Menschen angehören.
Ein Angehöriger dieses Anfluges sollte täglich zumindest eine Tat der Barmherzigkeit vollbringen, es können auch viele sein, denn für jeden ist das leicht auszuführen, sogar für den aller Ärmsten. Es gibt eine dreifache Möglichkeit Barmherzigkeit zu üben: erstens - das barmherzige Wort - durch Vergebung und Trost; zweitens - wo Worte nichts ausrichten, beten - auch das ist Barmherzigkeit; drittens - barmherzige Taten.

Und wenn der letzte Tag ankommt, werden wir Rechenschaft darüber ablegen und ein entsprechendes ewiges Urteil erhalten" (Tagebuch, 1154-1158).

 

 

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