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"DIE MENSCHHEIT WIRD KEINEN FRIEDEN FINDEN,
SOLANGE SIE SICH NICHT MIT VERTRAUEN
AN MEINE BARMHERZIGKEIT WENDET"
(Tagebuch der Hl. Schwester Faustina, 300).



Barmherziger Gott , um die an die ganze Welt gerichtete Botschaft von der Göttlichen Barmherzigkeit zu übermitteln, wählte und formte Er zwei Apostel der Liebe Gottes: die hl. Schwester Faustyna Kowalska und den seeligen Priester Michal Sopocko.
Diese Persönlichkeiten machten sich mit heldenhaften Eifer die Mühe, den Wille Gottes getreu zu erfüllen. Sie fanden trotzdem während ihres Lebens keine Anerkennung, dafür haben się die Heiligkeit und das ewige Gedenken…gewonnen. Das kurze und übersichtige Darstellen des Lebenszeugnisses und einer Haltung des grenzenlosen Vertrauens auf Gott in Realisation der vertrauten Botschaft, ist der Zweck dieser Veröffentlichung. Dem Leser wird die Moglichkeit die eigene Reflexionen über Art und Weise des Verständnisses der Botschaft, überlassen.

Wir hoffen, dass die ausgewählte Fragmente aus dem Tagebuch von hl. Schwester Faustyna (die Zahlen im Klammer bedeuten Nummer von Absätze im Tagebuch) und Fragmente von der Veröffentlichung des seeligen Priester Michal Sopocko, beitragen zum Annehmen mit Zuversicht des Übermitteln von Botschaft der Gottlichen Barmherzigkeit, und beitragen auch zum persönlichen Erfahren Seiner unbegrenzten Gnaden, besonders in schwierigen Lebenssituationen.



VATICAN, Hl. Peterplatz. Fest der Kanonisation der Schwester Faustina Kowalska.


Fragmente von Predigt des Johannes Paul II verkündet am Tag der Heiligsprechung von
Schwester Faustyna:

(…) Die Heiligsprechung von Schwester Faustyna ist außerordentlich bedeutsam: durch diese Geste möchte ich heute dem neuen Jahrtausend diese Botschaft übermitteln. Ich übergebe sie allen, damit sie lernen, immer besser das wahre Antlitz Gottes und das wahre Antlitz der Brüder zu erkennen.

(…) Faustyna, Geschenk Gottes an unsere Zeit, Geschenk Polens an die ganze Kirche, hilf uns, die Tiefe der göttlichen Barmherzigkeit zu erfassen, von ihr eine lebendige Erfahrung zu machen und diese vor unseren Brüdern zu bezeugen. Deine Botschaft des Lichtes und der Hoffnung verbreite sich in der ganzen Welt, sie führe die Sünder zur Umkehr, sie besänftige die Rivalitäten und den Haß und öffne die Menschen für eine gelebte Brüderlichkeit.

Quellehttp://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/homilies/2000/documents/hf_jp-ii_hom_20000430_faustina.html

 

DIE BOTSCHAFT VON DER BARMHERZIGKEIT GOTTES


Herr Jesus vertraute der Heiligen Faustina, einer grenzenlos auf Gott vertrauenden, polnischen Ordensschwester aus dem Orden der Muttergottes der Barmherzigkeit eine große Mission an
- die an die ganze Welt gerichtete Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes. Ihre Aufgabe war das Verkündigen der neuen Gebete und der Verehrungsformen der Barmherzigkeit Gottes an die Menschheit. Sie sollen an die vergessene Glaubenswahrheit über die barmherzige Liebe Gottes zu jedem Menschen erinnern. In der verkündigten Botschaft offenbart sich der barmherzige Gott in Jesus Christus, dem Erlöser, als Vater der Liebe und der Barmherzigkeit, besonders gegenüber den unglücklichen, irrenden und sündigen Menschen.


Heilige Schwester Maria Faustina Kowalska

"Du bist die Sekretärin Meiner Barmherzigkeit.
Ich habe dich für dieses Amt in diesem
und im künftigen Leben erwählt"(Tagebuch, 1605).

"Deine Aufgabe ist es, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen,
die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost
und bekommen Mut, sich Mir zu nähern" (Tagebuch, 1693).


"Heute sende ich dich zur ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die leidende Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an Mein barmherziges Herz drücken (...). Vor dem Tage der Gerechtigkeit sende Ich den Tag der Barmherzigkeit" (Tagebuch, 1588).

Der Erlöser will, dass die ganze Welt die neuen Formen der Verehrung der Barmherzigkeit Gottes und die damit verbundenen Versprechen kennenlernt. Er will, dass jeder Mensch, der sich mit Vertrauen an Ihn wendet , entdeckt neu die Schönheit und Reichtum der Gnaden der christlichen Barmherzigkeit.
Diesem dienen die neue Formen des Kultes der Barmherzigkeit Gottes und damit verbundene Versprechen.

"Aus Meiner Barmherzigkeit schöpft man Gnaden mit nur einem Gefäß - und das ist das Vertrauen. Je mehr eine Seele vertraut, umso mehr bekommt sie" (Tagebuch, 1578).



Das wesentliche bei Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit ist das Vertrauen auf Gott, Der Wunsch Seine Wille zu erfüllen und Praktizieren der Barmherzigkeit der Nächsten gegenüber und das Anvertrauen die Nächsten der grenzenlosen Liebe und Güte Gottes. Das ist auch die Bedingung das Verheißung zu erfüllen. Die Verheißung , die Herr Jesus mit neuen Formen der Verehrung der Barmherzigkeit Gottes verbunden hat.

"Ich habe Mein Herz als lebendige Quelle der Barmherzigkeit geöffnet; mögen alle Seelen aus ihm Leben schöpfen; mögen alle Seelen dem Meer der Barmherzigkeit mit großem Vertrauen nahen. Die Sünder werden Rechtfertigung erfahren und die Gerechten Festigung im Guten" (Tagebuch, 1520).

"Die Bekehrung, wie auch das Ausharren in ihr, ist die Gnade Meiner Barmherzigkeit" (Tagebuch, 1577).



NEUE VEREHRUNGSFORMEN DER BARMHERZIGKEIT GOTTES


DAS BILD VOM BARMHERZIGEN JESUS

Am 22. Februar 1931 offenbarte sich der Herr Jesus der Schwester Faustina in der Klosterzelle
in Plock (Polen) und ließ sie ein Bild malen nach dem Vorbild, das sie in einer Vision bekamm.

"Male ein Bild, nach dem, was du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt. Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, schon hier auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde die [Seele] verteidigen wie meine Ehre. (...) Ich wünsche ein Fest der Barmherzigkeit. Ich will, dass das Bild, welches du mit dem Pinsel malen wirst, am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit werden. Ich wünsche, daß die Priester Meine große Barmherzigkeit gegenüber sündigen Seelen verkünden sollen" (Tagebuch, 47-49).

"Ich überreiche den Menschen ein Gefäß, mit dem sie zur Quelle der Barmherzigkeit um Gnaden kommen sollen. Dieses Gefäß ist das Bild mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich" (Tagebuch, 327).

"Durch dieses Bild werde ich viele Gnaden erteilen und dadurch hat jede Seele den Zugang zu Mir" (Tagebuch, 570).



DAS FEST DER BARMHERZIGKEIT

"Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird und besonders für arme Sünder (...) Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähert. Die Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommene Vergebung der Schulden und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch sie fließen die Gnaden. Keine Seele soll Angst haben, sich Mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären" (Tagebuch, 699).

"Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren würde - nicht so ist es bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollauf"
(Tagebuch, 1448).



DER ROSENKRANZ ZUR BARMHERZIGKEIT GOTTES


Den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes diktierte Jesus der Schwester Faustina in Vilnius (Litauen) am 13. und 14. September 1935 als Gebet zur Besänftigung von Gottes Zorn und zur
Sühne für unsere Sünden und die der ganzen Welt.
"Durch das Gebet erbittest du alles, wenn das, worum du bittest, mit Meinem Willen übereinstimmt" (Tagebuch, 1731).

"Bete unablässig diesen Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde Meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Auch dem verstocktesten Sünder, falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird die Gnade aus Meiner unendlichen Barmherzigkeit zugeteilt" (Tagebuch, 687).

"Mir gefällt es, ihnen dank des Rosenkranzgebetes alles zu schenken, worum sie Mich bitten. Die Seelen verstockter Sünder werde Ich mit Frieden erfüllen, wenn sie dieses Gebet beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich sein. Schreibe für die betrübten Seelen: Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen in die Arme Meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutter (...) sag, dass keine einzige Seele, die Meine Barmherzigkeit anrief, enttäuscht oder beschämt worden ist. Zu der Seele, die Meiner Güte vertraut hat, habe Ich besonderes Wohlgefallen. Schreibe, wenn dieses Rosenkranzgebet zudr Barmherzigkeit bei Sterbenden gebetet wird, werde Ich zwischen Meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter Richter, sondern als Barmherziger Erlöser stehen" (Tagebuch, 1541).

"Jede Seele, die dieses Rosenkranzgebet betet, verteidige ich in der Stunde des Todes wie Meine Ehre. Auch wenn andere bei einem Sterbenden so beten, erhalt er den gleichen Ablass. Wenn dieses Gebet bei Sterbenden gebetet wird, besänftigt sich der Zorn Gottes und unergründliche Barmherzigkeit umfängt die Seele" (Tagebuch, 811).

Dieses Gebet betet man auf dem Rosenkranz. Am Anfang:
"Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn. Empfangen durch den Hl. Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, er sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Hl. Geist, die Hl. katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Große Perlen (1 x):  
Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut,
die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die der ganzen Welt.
Kleine Perlen (10 x):
Durch Sein schmerzvolles Leiden habe Erbarmen mit uns
und mit der ganzen Welt.
Zum Schluss (3 x):
Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt" (Tagebuch, 476).



DIE STUNDE DER BARMHERZIGKEIT

Im Oktober 1937 in Krakau (Polen) empfahl Jesus, die Stunde seines Todes zu ehren, und sich
im Gebet durch mindestens eine kurze Weile auf den Wert und die Verdienste seines Leidens
zu berufen.

"Ich erinnere dich daran, daß du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in Meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichend und preisend. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt (...) In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit (...) bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten. Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarsakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für Meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf" (Tagebuch, 1572).

"Die Quelle Meiner Barmherzigkeit ist mit der Lanze am Kreuz für alle Seelen weit geöffnet worden. Ich habe niemanden ausgeschlossen" (Tagebuch, 1182).



DIE VERBREITUNG DER VEREHRUNG DER BARMHERZIGKEIT GOTTES
- Die Barmherzigkeit Taten

"...tue was in deiner Macht steht, um die Anbetung Meiner Barmherzigkeit auszubreiten. Was dir fehlt, werde Ich ergänzen. Sage der leidenden Menschheit, sie möge sich an Mein barmherziges Herz schmiegen und Ich will sie mit Frieden erfüllen. (...) Wenn sich Mir eine Seele mit Vertrauen naht, erfülle Ich sie mit so gewaltiger Gnade, daß sie diese Gnade in sich selbst nicht fassen kann und sie auf andere Seelen ausstrahlen wird. Seelen, die den Ruhm Meiner Barmherzigkeit verbreiten, beschütze Ich ihr ganze Leben lang, wie eine zärtliche Mutter ihren Säugling beschützt..." (Tagebuch, 1075).

"Den Priestern, die Meine Barmherzigkeit künden und rühmen werden, gebe Ich eine sonderbare Macht, salbe ihre Worte und bewege die Herzen derer, zu denen sie sprechen werden" (Tagebuch, 1521).

"Barmherzigkeit sollst du immer überall deinen Nächsten erweisen, du kannst dich davor weder drücken, noch ausreden oder entschuldigen. Ich gebe dir drei Möglichkeiten, dem Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: Erstens - die Tat; zweitens - das Wort; drittens - das Gebet. In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten; sie ist ein unumstößlicher Beweis der Liebe zu Mir. So preist und verehrt die Seele Meine Barmherzigkeit" (Tagebuch, 742).



DIE NEUE ORDENSGEMEINSCHAFT

Die Schwester Faustina nahm die Mühe auf sich, Gottes Plan zu entdecken, was die Gründung eines neuen Ordens Gemeinschaft betraf. Für diese Intention hat sie Gott viele Gebete und Leiden dargebracht. Sie hat im Juni 1935 in Vilnius (Litauen) geschrieben:
"Gott verlangt eine solche Ordensgemeinschaft, damit sie die Barmherzigkeit Gottes in der Welt verkündet und für die Welt erbittet" (Tagebuch, 436).

"Unaufhörlich werden sie für sich und für die ganze Welt die Barmherzigkeit Gottes erbitten und jede Tat der Barmherzigkeit wird aus der Liebe Gottes fließen, von der sie erfüllt sein werden. Sie werden bemüht sein, sich die große Tugend Gottes selbst anzueignen, in ihr zu leben und besorgt sein, daß andere sie erkennen und der Güte Gottes vertrauen" (Tagebuch 664).

"Ich sah das Kloster des neuen Ordens: ausgedehnte, große Räume. Ich besichtigte alle Gegenstände nacheinander. Ich sah, daß Gottes Vorsehung das Notwendige besorgt hat. (...) Während der heiligen Messe kam eine Erleuchtung zu mir und eine tiefe Erkenntnis (bezüglich) des gesamten Werkes und in meiner Seele blieb kein Schatten des Zweifels. Der Herr gab mir Seinen Willen wie in drei Anflügen zu erkennen, aber alles ist eins.
Der erste: die von der Welt abgeschiedenen Seelen werden als Opfer vor Gottes Thron brennen und die Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt erbitten... Sie werden um Segen für die Priester bitten und durch ihr Gebet die Welt auf die endgültige Wiederkunft Jesu vorbereiten.
Der zweite: Gebete verbunden mit der barmherzigen Tat. Sie werden insbesondere die Seele des Kindes vor dem Bösen schützen. Das Gebet und die barmherzige Tat enthalten in sich alles, was diese Seelen tun sollen (...). In der egoistischen Welt werden sie sich bemühen, die Liebe zu erwecken - die Barmherzigkeit Gottes.
Der dritte: Gebet und barmherzige Tat, die nicht mit dem Gelübde verbunden sind; ihre Ausführung gibt jedem Anteil an allen Verdiensten des Ganzen. Diesem Anflug können alle in der Welt lebenden Menschen angehören.
Ein Angehöriger dieses Anfluges sollte täglich zumindest eine Tat der Barmherzigkeit vollbringen, es können auch viele sein, denn für jeden ist das leicht auszuführen, sogar für den aller Ärmsten. Es gibt eine dreifache Möglichkeit Barmherzigkeit zu üben:
erstens - das barmherzige Wort - durch Vergebung und Trost;
zweitens - wo Worte nichts ausrichten, beten - auch das ist Barmherzigkeit;
drittens - barmherzige Taten.
Und wenn der letzte Tag ankommt, werden wir Rechenschaft darüber ablegen und ein entsprechendes ewiges Urteil erhalten" (Tagebuch, 1154-1158).




"Dies ist die sichtbare Hilfe für dich auf Erden.
Er wird dir helfen, Meinen Willen auf Erden zu tun" (Tagebuch, 53).

"Durch seine Bemühungen wird in der Kirche Gottes
zum Trost der Seelen ein neues Licht aufleuchten" (Tagebuch, 1390).

 

DER SELIGE PRIESTER MICHAEL SOPOCKO

In der Botschaft von der Hl. Schwester Faustina hat Gottes Vorsehung eine wichtige Rolle ihrem Beichtvater und dem geistlichen Leiter Priester Michael Sopocko vorbestimmt. Als die Schwester Faustina sich in Vilnius (Litauen) (in dieser Zeit gehörte Vilnius zur Polen) in den Jahren 1933-1936 aufhielt, war er für sie eine unersetzliche Hilfe bei dem Erkennen der inneren Empfindungen und Offenbarungen. Auf seine Empfehlung hin hat sie das „Tagebuch“ geschrieben, das ein wertvolles Dokument für die katholische Mystik ist. In ihm wird auch die außergewöhnliche Persönlichkeit des Priesters Michael Sopocko und sei n heiliges Priester Leben dargestellt sowie der Beitrag seiner Arbeit zur Verwirklichung der Forderungen Jesu Christi.


Selige Michael Sopocko

"Dies ist ein Priester nach Meinem Herzen
(...) Es hat Mir gefallen, durch ihn die Verehrung
Meiner Barmherzigkeit zu verbreiten" (Tagebuch, 1256).

"Sein Gedanke ist eng mit Meinem verbunden;
sei deshalb hinsichtlich Meines Werkes beruhigt;
Ich lasse nicht zu, dass er sich irrt und du unternimm nichts,
ohne seine Erlaubnis" (Tagebuch, 1408).


Das Malen des Bildes vom Barmherzigen Jesus, seine Ausstellung zur öffentlichen Verehrung,
die Verbreitung des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes, die vorläufigen Bemühungen
um die Einführung des Festes der Barmherzigkeit und die Gründung eines neuen Ordens konnten durch die Mühe von Priester Michael Sopocko in Vilnius in die Realität umgesetzt werden. Von da an erstrahlen ihre gemeinsamen Werke, die durch ihr Gebet und ihr Leiden erkauft wurden, auf die ganze Welt.



"Wenn ich die Mühe und die Aufopferung vom Priester Dr. Sopocko in dieser Sache sehe, bewundere ich seine Geduld und seine Demut. Es hat ihn nicht nur viel Mühe und Unannehmlichkeiten gekostet, sondern auch viel Geld, und doch hat Priester Dr. Sopocko für alles aufgewendet. Ich sehe, dass Gottes Vorsehung ihn zu diesem Werk der Barmherzigkeit vorbereitet hat, noch bevor ich Gott darum gebeten habe. Wie wunderbar sind Deine Wege, o Gott, und wie glücklich die Seelen, die der Stimme Deiner Gnade folgen" (Tagebuch, 422).

"O mein Jesus, Du siehst, welch' große Dankbarkeit ich für Professor Sopocko, der Dein Werk so weit vorangebracht hat, empfinde. Diese demütige Seele hat alle Stürme ausgehalten, sich durch Widerwärtigkeiten nicht entmutigen lassen, sondern Gottes Aufforderung treu befolgt" (Tagebuch, 1586).



"Als ich mit meinem Seelenführer sprach, erblickte ich innerlich - blitzartig kurz - seine Seele in großer Bedrängnis, in so großer Qual, wie Gott nur selten mit solchem Feuer Seelen berührt. Das Leiden kommt aus diesem Werk. Es wird eine Zeit anbrechen, in der das von Gott so empfohlene Werk eine scheinbar völlige Zerstörung erfährt. Danach aber folgt Gottes Wirken mit großer Kraft, die Zeugnis beben wird der Wahrhaftigkeit. Das wird der Kirche neuen Glanz verleihen, der seit langem in ihr ruht.
Dass Gott unendlich barmherzig ist, kann niemand abstreiten. Er wünscht, dass es alle erfahren, bevor Er als Gerechter Richter wiederkommt. Gott will, dass die Seelen Ihr zuvor als König der Barmherzigkeit kennenlernen. Wenn dieser Triumph anbricht, werden wir schon im neuen Leben sein, wo es kein Leid mehr gibt; doch zuvor wird deine Seele mit Bitterkeit getränkt werden, angesichts der Zerstörung deiner Bemühungen. Diese Zerstörung geschieht aber nur scheinbar, denn was Gott einmal bestimmt, das ändert Er nicht. Obwohl die Zerstörung scheinbar bleibt, ist doch das Leiden Wirklichkeit. Wann das eintrifft, weiß ich nicht; wie lange es dauern wird - weiß ich nicht" (Tagebuch, 378).

"Als ich meinen Beichtvater erblickte und sah, wieviel er wegen des Werkes zu leiden hat, das Gott durch ihn verwirklicht, erschrak ich für eine Weile und sagte zum Herrn: Jesus, es ist doch Dein Anliegen. Weshalb gehst Du so mit ihm um, als wolltest Du es ihm erschweren und verlangst doch, dass er es tut?. Schreibe: Tag und Nacht ruht mein Blick auf ihm. Die Schwierigkeiten lasse Ich deshalb zu, um seine Verdienste zu vervielfachen. Nicht ein gutes Ergebnis belohne Ich, sondern Geduld und Mühe, die für Mich unternommen wurden" (Tagebuch, 86).

"So viele Kronen werden in seiner Krone sein, wie viele Seelen durch dieses Werk errettet werden" (Tagebuch, 90).



"Gott läßt manches Mal in Seinem unergründlichen Urteil zu, daß jene, die in einem Werk die größten Schwierigkeiten trugen, sich hier auf Erden an dessen Früchten nicht mehr erfreuen. Die ganze Freude bewahrt Gott für die Ewigkeit; aber manchmal läßt Gott sie erkennen, wie lieb Ihm die Anstrengungen solcher Seelen sind und diese Augenblicke stärken die Seele zu neuem Kampf und neuen Erfahrungen. Diese Seelen ähneln dem Erlöser am meisten, Der in Seinem Werk, das Er hier auf Erden errichtete, lauter Bitterkeit erfuhr" (Tagebuch, 1402).

"Jesus gab mir zu erkennen, wie alles von Seinem Willen abhängig ist. Er gab mir eine tiefe Ruhe, was das Ganze von diesem Werk betrifft. Höre, Meine Tochter, obwohl alle Werke, die aufgrund Meines Willens entstehen, großen Leiden ausgesetzt sind, so bedenke jedoch, ob irgendein größeren Leiden ausgesetzt wurde, wie Mein direktes Werk - das Werk der Erlösung. Du solltest dir wegen der Widerwärtigkeiten nicht so große Sorgen machen. Die Welt ist nicht so mächtig, wie es scheint; ihre Kräfte sind eng begrenzt" (Tagebuch, 1643).



Sopocko schreibt in seinem TAGEBUCH:

"Es gibt Wahrheiten, die man kennt und oft von ihnen hört, die man aber nicht versteht. So war es bei mir mit der Wahrheit der Barmherzigkeit Gottes. So oft hatte ich diese Wahrheit in Predigten erwähnt, auf Einkehrtagen über sie nachgedacht, sie in kirchlichen Gebeten wiederholt- vor allem in Psalmen- aber ich habe die Bedeutung dieser Wahrheit nicht verstanden, bin auch nicht in ihren Inhalt eingedrungen, dass sie die wichtigste Eigenschaft von Gottes Wirken nach außen hin ist. Es brauchte erst dieser einfachen Schwester Faustina aus dem Orden der Obhut der Mutter Gottes, die von der Intuition geleitet wurde und mir von ihr erzählte, es kurz und oft wiederholte, mir dabei den Anreiz gab zum Forschen, Studieren und Überdenken dieser Wahrheit (...) anfangs wusste ich nicht genau um was es geht, ich hörte zu, glaubte nicht ganz, dachte nach, forschte, suchte bei anderen Rat- erst nach einigen Jahren begriff ich die Bedeutsamkeit dieses Werkes, die Größe dieser Idee und ich überzeugte mich selbst von der Wirksamkeit dieses, zwar alten, aber vernachlässigten, mächtigen und lebensschenkenden Kultes, der in unserer Zeit eine Erneuerung braucht. (...) Das Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, die Verbreitung des Kultes dieser Barmherzigkeit und die grenzenlose Hingabe dafür all meiner Gedanken, Worte und Taten, ohne des Schattens sich dabei zu suchen, werden die Hauptaufgabe meines weiteren Lebens sein, mit der Hilfe gerade dieser unermesslichen Barmherzigkeit."



Der Priester Michal Sopocko wurde in Nowosady im Gebiet um Vilnius geboren. In den Jahren 1910-1914 studierte er Theologie an der Universität Vilnius und dann in Warschau, wo er auch eine Pädagogik-Hochschule absolvierte. Er war Kaplan des Polnischen Militärs in Warschau und Vilnius während des 1. Weltkrieges sowie in der Zeit danach (1918-1932). Nach dem Erlangen des Doktorgrades auf dem Gebiet der Moraltheologie im Jahre 1926, wurde er zum geistlichen Vater im Priesterseminar in Vilnius. Er wurde im Jahre 1934 habilitiert. Er arbeitete als Lehrbeauftragter der Pastoraltheologie an der Theologiefakultät der Stefan Batory Universität in Vilnius und im Priesterseminar in Bialystok (1928-1962).

Michal Sopocko gab in seinen (schriftlich publizierten) wissenschaftlichen Werken die theologischen Grundlagen für den neuen Kult der Barmherzigkeit Gottes vor, den er eifrig verbreitete. Er engagierte sich in gesellschaftlichen Tätigkeiten. Er war Beichtvater von zahlreichen Ordens - und Laiengemeinschaften. Er schrieb die Formationsbriefe für die erste Schwesterngemeinschaft und redigierte dann die Verfassung für die gegründete Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Barmherzigen Jesus nach den Überlegungen und Vorschlägen der Schwester Faustina. Auch verfasste er Gebete zur Barmherzigkeit Gottes nach den Texten der Schwester Faustina.Nach dem Tod der Schwester Faustina mit der er bis zu Ihrem Lebensende in Kontakt blieb, übernahm Priester Sopocko das Werk der Verwirklichung der Aufgaben die in den Offenbarungen bestimmt wurden.



Der Priester Michal Sopocko hat sich bis Lebensende mit heroischem Eifer als Seelsorger angagiert in Ergründung und Verbreitung der Geheimnisse der Barmherzigkeit Gottes.

Er ist gestorben in Bialystok am 15 Februar 1975, am Tage der Erinnerung des Hl. Faustyn, Patron von Schwester Faustyna und er hatte den Ruf eines Heiligen. Das Haus in dem er seinen letzten Lebensabschnitt verbracht hat, gehört heute dem Orden der Schwestern vom Barmherzigen Jesus an. In seiner Wohnung wurde eine Stube des Andenkens von Michal Sopocko eingerichtet.




 
 

GEDÄCHTNISORT - das Haus der letzten Lebensjahre und des Sterbens Pr. Michael Sopocko.
Zurzeit HAUS DER ORDENSGEMEINSCHAFT DER SCHWESTERN VOM BARMHERZIGEN JESUS.
Bialystok (Polen), Poleska-Straße 42.



Am 28. September 2008 in Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Bialystok (Polen)
hat die Seligsprechung von Priester Michael Sopocko.

"Bei den Füßen Jesu sah ich meinen Beichtvater und hinter ihm eine Vielzahl von höchsten Geistlichen, deren Kleidungen ich nie gesehen hatte, nur in der Vision. Und hinter ihnen waren verschiedene geistliche Stände. Weiter sah ich eine unübersehbare Menge der Menschen, die ich mit meinem Auge nicht umfassen konnte. Aus der Hostie gingen zwei Strahlen aus, die auf dem Bild sind. Sie verbanden sich eng miteinander, aber vermischten sich nicht und gingen zu den Händen meines Beichtvaters, danach zu den Händen der Geistlichen und aus ihren Händen zu den Menschen und kehrten dann zur Hostie zurück" (Tagebuch, 344).

 

 

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